AG Bibliotheken privater Hochschulen

im Deutschen Bibliotheksverband (dbv)

Eine Frage, aber welche?

In diesem Jahr möchte die Hertie School of Governance eine kleine Umfrage unter den Erstsemestern gleich nach der Orientation Week durchführen. Die Bibliothek bekommt ebenfalls die Möglichkeit eine Frage an die Neuankömmlinge zu stellen. Als kurze Hintergrundinformation: Die Studierenden kommen aus allen möglichen Ländern der Welt, sprechen Englisch als Mutter- oder Fremdsprache und haben mindestens einen Bachelor Degree.

Jetzt überlegen wir in der Bibliothek, was für eine Frage das sein könnte, die uns einen nützlichen Hinweis für weitere Planungen geben könnte. Sollte es etwas über die bisherigen Kenntnisse sein oder eher in Richtung Wünsche/Erwartungen an die Bibliothek gehen? Man könnte auch fragen, ob die Studierenden es vorziehen innerhalb der Bibliothek zu arbeiten oder von Zuhause aus. Die Antworten wären interessant hinsichtlich Raumplanung und Bestandsaufbau (elektronische Ressourcen).

Welche Frage würden Sie Ihren neuen Nutzern stellen?

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Studie zum „Serendipity-Effekt“

„The overall aim of the study was to develop a conceptual framework including models to describe users‘ interaction with library spaces.“  Auch wenn in dieser Studie Nutzer zweier Öffentlicher Bibliotheken befragt und beobachtet wurden, sind die Ergebnisse mit Sicherheit auch für Wissenschaftliche Bibliotheken interessant.

Björneborn, L. (2008). „Serendipity dimensions and users‘ information behaviour in the physical library interface“ Information Research, 13(1) paper 370. http://InformationR.net/ir/13-4/paper370.html

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Öffnungs- und Nutzungszeiten unserer Bibliotheken

Unsere Hochschulen zeichnen sich aus durch Elite, Exklusivität und Exzellenz.
Können ihre Bibliotheken diesen noblen Ansprüchen nur gerecht werden durch permanente Öffnung für und Nutzbarkeit durch ihre Kunden? Die 24-Stunden-Öffnung bedingt eine adäquate Organisation der Bibliothek, aus ihr resultieren immense Kosten für ununterbrochene Heizung oder Kühlung, Beleuchtung, Belüftung und Bewachung. Ist dies noch zu rechtfertigen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise oder explosionsartig steigender Energiekosten? Sind die Kunden privater Hochschulbibliotheken und ihre Ansprüche tatsächlich so grundverschieden von den Kunden staatlicher Hochschulen und deren Ansprüchen? Wäre es Ihnen – auch den eigenen Biorhythmus berücksichtigend – nicht zuzumuten, der Bibliothek zwischen Mitternacht und 06:00 Uhr morgens fernzubleiben und die frei werdenden, immer knapper werdenden Gelder stattdessen in den Aufbau des informationellen Bestandes zu investieren? Wieviel Prozent meiner 1.000 Kunden müssen tatsächlich alternativlos morgens um 02:30 Uhr einen juristischen Kommentar wälzen oder um 05:00 Uhr durch die eintreffenden Putzgeschwader von der Lektüre einer juristischen Festschrift abgehalten werden? Wären weniger umfangreiche Öffnungszeiten bei voller Personalpräsenz nicht wesentlich effizienter, ökonomischer, ökologischer und kundenorientierter als eine 24-Stunden-Öffnung mit nur 40%iger Anwesenheit kompetenten Personals?

Wie sehen die Erfahrungen anderer Privathochschulbibliotheken aus, wie lauten Ihre Empfehlungen?

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Öffnung der Bibliotheken privater Hochschulen für Externe – Öffentlicher Zugang zu privatem Eigentum an Informationen?

Seit Gründung unserer privaten Hochschule und ihrer Bibliothek im Jahre 2000 verschliessen wir uns mit unseren gedruckten Beständen, elektronischen Ressourcen, Angeboten an Arbeitsplätzen und bibliothekarischen Dienstleistungen komplett gegenüber „externen Interessenten“ und deren Anfragen und Anträgen hinsichtlich gelegentlicher Nutzung. Nun fliesst in unsere Hochschule tatsächlich kein einziger Euro an Steuergeldern und während der schwierigen Gründungs- und Aufbauphase wären erhebliche Kollisionen zwischen nutzungsberechtigten (und zahlenden) eigenen Kunden und hochschulfremden Nutzern unvermeidlich gewesen.

Im zehnten Jahr der Existenz unserer Hochschule und ihrer Bibliothek werden wir jedoch immer häufiger an den „freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen“ erinnert, die Hermetisierung der Bibliothek erschwert ihre Integration in die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Szene Deutschlands und dort ihre vollständige Akzeptanz.

Ich könnte mir heute durchaus ein Modell vorstellen, bei dem Externe eine Art Eintrittsgeld oder eine Tagesgebühr für die Nutzung unseres Zentrums juristischer Informationen entrichten müssten, ich könnte mir die regelmässige Vermietung von nur zehn unserer 560 Arbeitsplätze an externe Doktoranden, Habilitanden oder sonstige Wissenschaftler vorstellen, ich könnte mir den kostenpflichtigen Versand digitalisierter Dokumente an externe Einzelpersonen oder Grosskanzleien vorstellen.

Wie wird das beschriebene Problem/Phänomen in anderen privaten Hochschulen gehandhabt?
Welche Chancen würden Sie meinen Lösungsansätzen einräumen und existieren bereits ähnliche und belastbare Modelle? Berührt letztlich die Open-Access-Debatte überhaupt private Hochschulen und ihre informationellen Ressourcen?

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