AG Bibliotheken privater Hochschulen

im Deutschen Bibliotheksverband (dbv)

Neues aus der Bibliothek auf Kanal 7 – Videoblogging an der GGS

Print ist tot, E-Mail war gestern und auch Facebook ist inzwischen kalter Kaffee – glaubt man Marketing-Fachleuten, so ist „Video-Streaming“ das Zauberwort der Stunde, wenn es um Kommunikationskanäle mit den Vertretern der aktuellen Studentengenerationen geht. Aber nicht von wuchtigen, bandbreitenhungrigen MOOCs ist die Rede, sondern von kleinen, ansprechend aufbereiteten Informationshappen, die als Videoclips von wenigen Minuten Länge zur ubiquitären Aufnahme von Wissen „on demand“ einladen.

Daniel Neumann, Leiter der Bibliothek der German Graduate School of Management & Law (GGS) in Heilbronn, geht diesen für deutsche Hochschulbibliotheken recht neuen Weg mit seinem „BIBlog„. Das Video-Blog ist der inzwischen siebte „Sparten“-Kanal des hochschuleigenen Internet-Fernsehens „GGS TV„, mit dem die GGS ihre hauseigenen Angebote audiovisuell vermarktet.

Das Konzept von BIBlog: jeder der ca. 2 Minuten langen Videoclips widmet sich jeweils einem der Angebote aus dem Portfolio der Hochschulbibliothek. Nicht Germany’s Next Topmodel, sondern der Bibliotheksleiter selbst erläutert die Services der Bibliothek „in Autopsie“ und vermittelt auf sehr authentische Art und Weise einen auf das Wesentliche reduzierten, aber anschaulichen Eindruck vom jeweiligen Service.

Wer näheres über das Konzept von BIBlog erfahren möchte, findet in der Mai-Ausgabe von „Buch und Bibliothek“ ein Interview mit Daniel Neumann zum Video-Marketing der GGS-Bibliothek.

Uwe Böttcher

Einsortiert unter:AG Mitglieder, Öffentlichkeitsarbeit

Mit den Nutzern zwitschern…

Wie lange warte ich schon darauf, dass RSS Feeds in die Homepage der Bibliothek eingebunden werden? Da das Web Content Management System (CMS) von einer Webdesign Firma kommt, möchte die sich das natürlich ordentlich bezahlen lassen. Dabei wissen wir doch alle, dass es längst kostenlose Software gibt mit der man Newsfeeds selbst erstellen kann. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf aber nur die Webdesign Firma etwas am CMS verändern.

Inspiriert durch den Bibliothekartag habe ich daher Accounts bei Facebook und Twitter für die Bibliothek der Hertie School of Governance angelegt. Endlich kann ich neue Technologien anwenden ohne die IT-Abteilung um Hilfe bei der Implementierung oder um Erlaubnis bitten zu müssen. Die Arbeit mit diesen Tools ist erstaunlich einfachund macht Spaß!

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass unsere Nutzer eben NICHT täglichwenn überhaupt – auf unsere Website gehen, um sich über neuste Entwicklungen und Angebote wie Bibliotheksführungen, Testzugänge, neue Informationsressourcen oder veränderte Öffnungszeiten zu informieren, habe ich beschlossen die informellen Informationsund Kommunikationskanäle unserer Studierenden für die Bibliothek zu nutzenUnd siehe da, täglich wächst die Zahl der HSoG Library „Fans“ auf der Facebook Seite, darunter Studierende und ein Professor (!) der HSoG sowie „bibliothekarisches Fachpublikum“. Im Twitter-Account geht es noch recht ruhig zu,  muss sich wohl erst unter den Nutzern rumsprechen 🙂

Weitere Erfahrungsberichte meinerseits werden folgen, auf Ihre bin ich schon jetzt gespannt! [mj]

Einsortiert unter:Öffentlichkeitsarbeit, Praxis, ,

Öffnungs- und Nutzungszeiten unserer Bibliotheken

Unsere Hochschulen zeichnen sich aus durch Elite, Exklusivität und Exzellenz.
Können ihre Bibliotheken diesen noblen Ansprüchen nur gerecht werden durch permanente Öffnung für und Nutzbarkeit durch ihre Kunden? Die 24-Stunden-Öffnung bedingt eine adäquate Organisation der Bibliothek, aus ihr resultieren immense Kosten für ununterbrochene Heizung oder Kühlung, Beleuchtung, Belüftung und Bewachung. Ist dies noch zu rechtfertigen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise oder explosionsartig steigender Energiekosten? Sind die Kunden privater Hochschulbibliotheken und ihre Ansprüche tatsächlich so grundverschieden von den Kunden staatlicher Hochschulen und deren Ansprüchen? Wäre es Ihnen – auch den eigenen Biorhythmus berücksichtigend – nicht zuzumuten, der Bibliothek zwischen Mitternacht und 06:00 Uhr morgens fernzubleiben und die frei werdenden, immer knapper werdenden Gelder stattdessen in den Aufbau des informationellen Bestandes zu investieren? Wieviel Prozent meiner 1.000 Kunden müssen tatsächlich alternativlos morgens um 02:30 Uhr einen juristischen Kommentar wälzen oder um 05:00 Uhr durch die eintreffenden Putzgeschwader von der Lektüre einer juristischen Festschrift abgehalten werden? Wären weniger umfangreiche Öffnungszeiten bei voller Personalpräsenz nicht wesentlich effizienter, ökonomischer, ökologischer und kundenorientierter als eine 24-Stunden-Öffnung mit nur 40%iger Anwesenheit kompetenten Personals?

Wie sehen die Erfahrungen anderer Privathochschulbibliotheken aus, wie lauten Ihre Empfehlungen?

Einsortiert unter:Öffentlichkeitsarbeit, Benutzer/Kunden

Follow AG Bibliotheken privater Hochschulen on WordPress.com

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Kategorien

RSS Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.