AG Bibliotheken privater Hochschulen

im Deutschen Bibliotheksverband (dbv)

Öffnung der Bibliotheken privater Hochschulen für Externe – Öffentlicher Zugang zu privatem Eigentum an Informationen?

Seit Gründung unserer privaten Hochschule und ihrer Bibliothek im Jahre 2000 verschliessen wir uns mit unseren gedruckten Beständen, elektronischen Ressourcen, Angeboten an Arbeitsplätzen und bibliothekarischen Dienstleistungen komplett gegenüber „externen Interessenten“ und deren Anfragen und Anträgen hinsichtlich gelegentlicher Nutzung. Nun fliesst in unsere Hochschule tatsächlich kein einziger Euro an Steuergeldern und während der schwierigen Gründungs- und Aufbauphase wären erhebliche Kollisionen zwischen nutzungsberechtigten (und zahlenden) eigenen Kunden und hochschulfremden Nutzern unvermeidlich gewesen.

Im zehnten Jahr der Existenz unserer Hochschule und ihrer Bibliothek werden wir jedoch immer häufiger an den „freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen“ erinnert, die Hermetisierung der Bibliothek erschwert ihre Integration in die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Szene Deutschlands und dort ihre vollständige Akzeptanz.

Ich könnte mir heute durchaus ein Modell vorstellen, bei dem Externe eine Art Eintrittsgeld oder eine Tagesgebühr für die Nutzung unseres Zentrums juristischer Informationen entrichten müssten, ich könnte mir die regelmässige Vermietung von nur zehn unserer 560 Arbeitsplätze an externe Doktoranden, Habilitanden oder sonstige Wissenschaftler vorstellen, ich könnte mir den kostenpflichtigen Versand digitalisierter Dokumente an externe Einzelpersonen oder Grosskanzleien vorstellen.

Wie wird das beschriebene Problem/Phänomen in anderen privaten Hochschulen gehandhabt?
Welche Chancen würden Sie meinen Lösungsansätzen einräumen und existieren bereits ähnliche und belastbare Modelle? Berührt letztlich die Open-Access-Debatte überhaupt private Hochschulen und ihre informationellen Ressourcen?

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